| Christiane und Wolfgang sagen "Ja" |
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11. Januar 2012
Die ganze Leichtathletik-Familie freut sich mit euch und gratuliert ganz herzlich! zum Artikel "Doppelte Familienfeier" von Wolfgang Scheerer, Südwestpresse "Doppelte Familienfeier" Mit einem privaten Feuerwerk beginnt 2012 für den Ulmer Leichtathletik-Cheftrainer Wolfgang Beck jetzt so richtig: Morgen feiert er 65. Geburtstag und heiratet. Der Ruhestand ist nah - und doch ganz weit weg. Nicht irritieren lassen. Auf der Seite über den SSV Ulm 1846 im Internetlexikon Wikipedia ist Wolfgang Beck unter "bekannte Sportler" bei den Leichtathleten gelistet. Und wer dann den Namen anklickt, wird so ge-linkt: "Wolfgang Beck ist ein deutscher Verleger. (. . .) 2005 erhielt er die Ehrendoktorwürde." Den Doktortitel hat unser Wolfgang Beck definitiv nicht. Er hat auch nie ein Buch verlegt, sondern ist seit 30 Jahren Leichtathletik-Trainer. Für weitere Irritation könnte sorgen, dass er morgen bereits seinen 65. Geburtstag feiert. Dieser Mann voller Energie und Ideen 65? Er könnte sich locker das Plagiat erlauben, Mittfünfziger zu sein. Niemand würde es nur entfernt anzweifeln. Wenn jemand mit echtem Doktorhut es mal wissenschaftlich erforscht, stünde am Ende vielleicht die These: Wer tagtäglich mit jungen Leuten, vielversprechenden Sportlern zumal, zu tun hat, bleibt jünger - äußerlich wie innerlich. Beck sagt: "Es ist faszinierend, mit jungen Leuten zu arbeiten, man kann ihnen so viel geben, und sie geben einem viel zurück." Zeiten und Weiten seiner Sportler sind was für Statistiken und Jahrbücher, was für ihn zählt, ist der Mensch. "Sein großes Herz für die Athleten und sein persönliches Engagement für sie zeichnen ihn aus", sagt diejenige, die ihn vom ersten Tag an im Mai 1980 bei der Arbeit im Donaustadion erlebt hat: Elle Freudenberger, die ehemalige langjährige Chefin der Leichtathletik-Abteilung beim SSV 46. Auch sie selbst ist mit ihren bald 85 Jahren weiterhin Trainerin im Verein und schätzt an Beck "Tatkraft, Zuverlässigkeit auf die Minute genau und Zielstrebigkeit."
Warum also nicht noch einmal? Schon immer hatte er den Wunsch, "drei, vier Athleten zu trainieren, mit denen ich hochprofessionell arbeiten und die ich in die absolute Spitze bringen kann". Übergangslos wird sich Beck darum jetzt noch intensiver kümmern. Das alles immer unter der Prämisse: "Man darf nicht seinen eigenen Ehrgeiz auf die Athleten projizieren." Man muss sie fördern und schützen zugleich. Vaterfigur, Lehrer, Trainer, Freund, Vertrauter war und ist er für seine Sportler: "Ich habe oft mehr Zeit mit den Jugendlichen verbracht als ihre eigenen Eltern." Diese Verantwortung nimmt Wolfgang Beck sehr ernst, aber auch sportlich. Deshalb sind bei ihm - ganz ohne Wikipedia - so viele Athleten mit Respekt und Spaß dabei. Was ehemalige Athleten über Wolfgang sagen:
In der Ulmer Leichtathletik hat Wolfgang Beck, Inhaber der A-Lizenz als DLV-Trainer, für die ganz großen Erfolge gesorgt. Die Olympischen Spiele 2000 in Sydney und 2008 in Peking waren die Glanzpunkte. Der 65. Geburtstag bietet seinen früheren Top-Athleten Gelegenheit zum Charakterisieren und Gratulieren: "Wolfgang hat ein besonderes Gefühl und Gespür für Sportler. Auch deshalb hatte ich wohl fast nie eine Verletzung. Außerdem interessiert er sich für das Leben hinter dem Sport und kümmert sich. Der schönste Moment: Als uns bewusst wurde, wir können es zu Olympia nach Sydney schaffen - wie wir es gemeinsam geplant, gemeistert, uns gefreut und gefeiert haben." Ralf Leberer, WM-Teilnehmer 1999 und Olympia-Starter 2000 über 110 Meter Hürden. "Zielstrebig, ehrgeizig, aber absolut kein autoritärer Schleifer - das ist Wolfgang Beck für mich. Er hat immer eigene Ideen und Meinungen gelten lassen, ohne seine eigenen aus den Augen zu verlieren. Das Highlight mit ihm war für mich der Gewinn der deutschen Meisterschaft 1995 im Einzel und mit der Mannschaft vor eigenem Publikum im Ulmer Donaustadion." Michael Kohnle, als Zehnkämpfer 1988 Junioren-Weltmeister, 1991, 1993 und 1995 WM-Teilnehmer. "Als Trainer hatte Wolfgang Beck immer ein offenes Ohr. Sportlich gabs viele schöne Erlebnisse. Er ist immer auf mich eingegangen. Er hat für den Sportler mitgedacht. Wenn es zu riskant war, hat er einen eher aus dem Training herausgenommen. Er wollte den Erfolg - aber nicht um jeden Preis." Andrea Ludwig, geborene Schmidt, einstige Klasse-Sprinterin. "Platz neun bei der WM 2007 in Osaka war mein Top-Erfolg mit Wolfgang. Im Training ist er sehr genau. Obwohl er exakt rüberbringen kann, was ein Athlet umzusetzen hat, geht das mit großer Lockerheit. Als Athlet hat man das Gefühl, ihn würde es jucken, alles selbst vorzumachen." Arthur Abele, 2007 WM-Teilnehmer in Japan, 2008 in Peking Olympiastarter im Zehnkampf. "Ob Wohnung, Arbeitsstelle, Ausbildungsplatz, Gelder fürs Trainingslager - Wolfgang hat sich über das normale Training hinaus um so vieles für seine Athleten gekümmert, um für sie Bedingungen zu schaffen, so gut sie in Ulm eben möglich waren. Das ist schon was ganz Besonderes." Ulrike Hebestreit, ehemalige Top-Siebenkämpferin. ws |
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