| Pech für Mathias Brugger: Verletzungs-Aus nach Tag 1 |
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21. Juli 2010
Bereits am ersten Wettkampftag war Mathias Brugger(SSV Ulm 1846) durch Schmerzen an der linken Ferse geplagt worden. Am Mittwochmorgen versuchte er noch einen Start über die 110 m Hürden, musste aber nach wenigen Schritten einsehen, dass es keinen Sinn mehr machen würde, und das Rennen aufgeben. „Wir haben ihn über Nacht und bis kurz vor dem Start intensiv physiotherapeutisch behandelt, aber die Schmerzen waren zu groß", erklärte Dietmar Chounard, DLV-Bundestrainer U20/U23. Dabei hatte das Debüt des 18-jährigen im Deutschland-Trikot so gut angefangen. Locker und gelöst wie in der Vorbereitung präsentierte sich Brugger am Dienstag früh auch vor dem Start in seinen Zehnkampf. Was sich beim Sprint auch auszahlte, denn mit 11,19 Sekunden verbesserte er bei leichtem Rückenwind seine Bestleistung um fast zwei Zehntelsekunden. Auch beim Weitsprung kam Brugger, der in zwei Wochen 18 Jahre alt wird und damit in Moncton zu den jüngsten Teilnehmern im Feld gehörte, gleich gut in den Wettkampf. Trotz böigem und wechsendem Wind gelang ihm gleich ihm ersten Versuch ein Sprung auf 7,08 m. Ein Traumversuch, wie bei den 7,46 m vom Qualifikationszehnkampf in Bernhausen, folgte dann nicht mehr. Mit seinem Ergebnis konnte Brugger aber ganz zufrieden sein, im Gegensatz zu seinem DLV-Mannschaftskameraden Kai Kazmirek, der mit 6,87 m über 60 Zentimeter unter Bestleistung blieb. Jubel dann beim Kugelstoßen: Schon im ersten Versuch gelang Brugger mit 14,15 m eine neue Bestleistung, fast ein Meter weiter als in Bernhausen. Damit schob er sich am Ende der Vormittagsveranstaltung auf Rang 9 vor. War es die fünf Stunden lange Pause zwischen der Vormittags- und der Abendveranstaltung? Auf jeden Fall kam Brugger im Hochsprung, der zu seinen Spezialdisziplinen zählt, nur schwer in die Gänge. Schon für die Einstiegshöhe von 1,89 m brauchte er zwei Versuche, meisterte dann aber sicher die 1,95. An 1,98 blieb er dann aber ebenso hängen wie Kazmirek. Enttäuschend für die beiden Deutschen, deren Bestleistungen bei 2,04 für Brugger und 2,09 für Kazmirek liegen. Kazmirek lief sich seinen Frust dann mit Tagesbestzeit von 47,63 über 400 m weg, was ihn im Gesamtklassement mit 4.020 Punkten auf Rang nach vorn, im Stadion aber erst mal ins Sanitäterzelt unter eine Sauerstoffmaske brachte. Mathias Brugger ging das Rennen flott an, konnte aber das Tempo nicht halten und blieb mit soliden 50,01 eine halbe Sekunde unter Bestleistung. „Alles in allem war der erste Tag ganz okay", resümierte Brugger seinen Wettkampfeinstieg und klagte schon da über Schmerzen in der linken Ferse. „Nur im Hochsprung hatte ich einen Blackout. Über 400 Meter wollte ich dann noch einmal die Sau raus lassen, aber nach 300 Metern ging nichts mehr." Mit 3.962 Punkten lag er auf Rang 8 des Klassements. Und er hatte für den zweiten Tag, an dem Brugger vier ganz starke Disziplinen hat, noch Luft nach oben, denn selbst der Kubaner José Angel Mendieta auf dem Silberrang lag nur knapp 100 Punkte vor ihm. Doch die Schmerzen wurden über Nacht immer stärker und zwangen zur Aufgabe.
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